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»Wenn eine fremde Barke mit leuchtend purpurfarbenen Segeln auf dem Fluss ankert, dann beginnt ein neues Leben für dich, kleine Sklavin, und es wird ein weit besseres Leben sein, als du es dir auf deinem schäbigen Lager je erträumt hast!« So hatte es die tuscische Seherin der Sklavin Psecas einst vorhergesagt. Als dieses Schiff tatsächlich den römischen Hafen erreicht und Psecas mit der Venuspriesterin Myrrha eine neue Herrin bekommt, scheint sich ihr Schicksal endlich zum Besseren zu wandeln. Die beiden unterschiedlichen Frauen werden gute Freundinnen.

Myrrha, die Verschlossene, Verträumte, wird von ihrer Familie zum Liebesdienst im Venustempel gezwungen. Doch erst mit dem jungen Römer Marcus Quintilianus lernt sie die echteLiebe kennen und beginnt wirklich zu leben. Als sie den Tempeldienst vernachlässigt und damit als Geldquelle für ihre habgierige Familie zu versiegen droht, schmiedet ihr Stiefonkel einen heimtückischen Plan: Myrrha wird mit einigen Dienerinnen nach Augsburg geschickt, um dort einen Venustempel aufzubauen. Doch auf dieser abenteuerlichen Fahrt quer durch Italien und über die rauen Alpen ändert sich alles für Myrrha. Denn Psecas hat sich inzwischen dem Ritual der Taufe unterzogen und gehört nun der geheimnisvollen Sekte der Christen an, deren Botschaft der reinen Liebe Myrrha mitten ins Herz trifft. Ist sie – als Priesterin der Liebesgöttin Venus – wirklich auf dem richtigen Weg?

In Augusta Vindelicum (Augsburg) schlägt für Myrrha die Stunde der Entscheidung...

Myrrhas Weg beginnt im lebhaften Rom Kaiser Diokletians mit seinen bunten Märkten und verwinkelten Gassen und folgt der Via Claudia Augusta über schroffes Gebirge in die ferne und kalte römische Provinz Rätien. Dort endet die gefahrvolle Reise der Frauen in der kleinen Handelsstadt Augsburg, wo die Menschen so völlig anders sind als in Rom und doch wieder gleich...

Auch in ihrem neuen Roman gelingt es der Autorin, Historie und Frauenschicksal in einem farbigen und lebendigen Roman zu verbinden, der die Leser in seinen Bann ziehen wird.

Angela Dopfer-Werner setzt sich auseinander mit den Motiven, die die frühen Christen bewegt haben, ihren alten Götterkulten den Rücken zu kehren und sich dem neuen Glauben des Jesus von Nazareth zuzuwenden.